Neuer Prozesserfolg. Ungültigkeit Mehrwährungsdarlehen Banco de Valencia in Schweizer Franken.

Unser heutiger Artikel berichtet über einen neuen Prozesserfolg von White Baos.  Von der Zweigstelle der Banco de Valencia in Moraira (heute CaixaBank) ausnehmend schlecht beraten, unterzeichneten unsere Mandanten, Herrn G und Frau R im Jahr 2007 eine Darlehensvereinbarung, ohne vorherige Information über die enormen Risiken und zahlreichen Kosten des an den Schweizer Franken gebundenen Darlehens.

Das Landgericht Alicante, genauer gesagt die 8 Kammer, hat in ihrem Urteil Nr. 459/2017 unserer Klage stattgegeben und erklärt, dass weder der gramatikale Wortlaut der Vereinbarung noch die Übermittlung der einzelnen Klauseln bezüglich der Auslandsdevise, Wechselkurs, anzuwendender Zinssatz, usw klar und transparent gewesen sei.   

Diese Entscheidung des Berufungsgerichts bestätigt das bereits vom Gericht in Denia zu unseren Gunsten gefällte Urteil.

Die Bank versäumte nicht nur unsere Mandanten über die Risiken und Kosten dieses Hypothekendarlehens in Schweizer Franken aufzuklären. Der Wortlaut des Darlehens in Schweizer Franken (eine Währung, in der die Mandanten keinerlei Einkünfte beziehen) war weder klar noch transparent abgefasst und demzufolge waren für den Durchschnittsverbraucher weder die Risiken, noch die Kosten, die Funktionsweise des Produktes und der von der Bank angewendete Wechselkurs zwischen dem Schweizer Franken und dem Euro nachvollziehbar.

Unserem Antrag folgend, erklärt das Landgericht in Alicante alle Klauseln bezüglich der Fremdwährung für nichtig und bestätigt die auschliessliche Rückzahlungsverpflichtung des Darlehens in Euro. Ausserdem, muss die Bank die überbezahlten Beträge (mehr oder weniger € 200.000) zurückzahlen und das ausstehende Kapital neu errechnen. 

Wichtig an dieser Entscheidung ist, dass die Nichtigerklärung des Landgericht Alicante nicht auf einen Willensmangel beruht, da den Mandanten genügende und wahrheitsgemäße Angaben vorenthalten wurden.  Ohne die von der Bank übermittelte Information zu beurteilen, ist das Gericht der Auffassung, dass die Klauseln des Hypotekendarlehens unklar, unverständlich und demzufolge direkt ungültig sind.

Wir hoffen, dass dieses jüngste Urteil allen Verbrauchern, die sich in einer ähnlichen Lage befinden weiterhilft, ihre Rechte gegenüber den Banken geltend zu machen.

 

Sind Sie von einem Mehrwährungsdarlehen betroffen oder haben Sie Rückfragen zum Thema? Wir stehen gerne zu Ihrer Verfügung

 

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Er übermittelt lediglich Informationen zu rechtlichen Fragen in diesem Zusammenhang.

 

Carlos Baos (Rechtsanwalt)

White & Baos Rechtsanwälte

Tel: 966 426 185

E-mail: info@white-baos.com

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