{"id":17137,"date":"2026-08-06T11:32:53","date_gmt":"2026-08-06T09:32:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.white-baos.com\/?p=17137"},"modified":"2026-08-06T11:33:45","modified_gmt":"2026-08-06T09:33:45","slug":"wegerecht-ersitzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.white-baos.com\/de\/wegerecht-ersitzung\/","title":{"rendered":"Wegerecht. Kann dieses Recht allein durch Zeitablauf erworben werden? Rechtliche Beratung."},"content":{"rendered":"\n
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ZUSAMMENFASSUNG DES ARTIKELS<\/u><\/em><\/h2>\n\n\n\n

1. Kann der blo\u00dfe Zeitablauf ein Wegerecht begr\u00fcnden?<\/u><\/em><\/p>\n\n\n\n

Nach dem spanischen B\u00fcrgerlichen Gesetzbuch (C\u00f3digo Civil) gilt die Grunddienstbarkeit des Wegerechts (servidumbre de paso) als eine nicht fortdauernde Dienstbarkeit. Daher kann sie grunds\u00e4tzlich \u2013 anders als bestimmte andere Dienstbarkeiten \u2013 nicht allein durch Zeitablauf im Wege der Ersitzung (Usucapi\u00f3n) erworben werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n

2. Duldung ist nicht mit einem Recht gleichzusetzen.<\/u><\/em><\/p>\n\n\n\n

Wurde die Benutzung eines Weges lediglich aus nachbarschaftlicher R\u00fccksicht oder mit Zustimmung des Eigent\u00fcmers gestattet, begr\u00fcndet der blo\u00dfe Zeitablauf kein dingliches Recht. Das spanische B\u00fcrgerliche Gesetzbuch bestimmt, dass Handlungen, die ausschlie\u00dflich auf blo\u00dfer Duldung beruhen, keine Besitzwirkungen entfalten. Eine solche Gestattung kann daher grunds\u00e4tzlich jederzeit widerrufen werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n

3. Wann besteht tats\u00e4chlich ein Wegerecht?<\/u><\/em><\/p>\n\n\n\n

Ein wirksames Wegerecht kann insbesondere dann bestehen, wenn es durch notarielle Urkunde ausdr\u00fccklich bestellt wurde. Ebenso kann es sich aus einer ausdr\u00fccklichen Anerkennung durch den Eigent\u00fcmer, aus einer gerichtlichen Entscheidung oder aus den gesetzlichen Voraussetzungen ergeben, wenn ein Grundst\u00fcck keinen Zugang zu einem \u00f6ffentlichen Weg besitzt.<\/em><\/p>\n\n\n\n


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In vielen Regionen der Costa Blanca und der Marina Alta ist es \u00fcblich, dass zwei benachbarte Grundst\u00fccke<\/a> einen gemeinsamen Zufahrtsweg nutzen. Mit den Jahren entsteht nicht selten die Annahme desjenigen Eigent\u00fcmers, der diesen Weg benutzt, dass ihm hieraus inzwischen ein Recht zustehe. Gleichzeitig stellt sich der Eigent\u00fcmer des Grundst\u00fccks, \u00fcber das der Weg f\u00fchrt, h\u00e4ufig die Frage, ob er sich der weiteren Nutzung nach so langer Zeit \u00fcberhaupt noch widersetzen kann. Im Beitrag dieser Woche erl\u00e4utern wir, ob ein Wegerecht (servidumbre de paso) allein dadurch entstehen kann, dass ein Weg \u00fcber viele Jahre hinweg genutzt wurde.<\/p>\n\n\n\n

Arten von Grunddienstbarkeiten. Spanisches B\u00fcrgerliches Gesetzbuch.<\/u><\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Das spanische B\u00fcrgerliche Gesetzbuch (C\u00f3digo Civil) unterscheidet zwischen fortdauernden und nicht fortdauernden Grunddienstbarkeiten<\/a> . Erstere werden st\u00e4ndig ausge\u00fcbt, ohne dass ein konkretes menschliches Handeln erforderlich ist, etwa Licht- oder Aussichtsdienstbarkeiten. Letztere setzen dagegen einzelne Handlungen voraus. Das Wegerecht f\u00e4llt in diese Kategorie.<\/p>\n\n\n\n

Au\u00dferdem unterscheidet das Gesetz zwischen offenkundigen und nicht offenkundigen Grunddienstbarkeiten. Offenkundige Grunddienstbarkeiten sind durch ein dauerhaft sichtbares Zeichen, wie ein Tor oder einen erkennbaren Weg, nach au\u00dfen hin erkennbar. Nicht offenkundige Grunddienstbarkeiten weisen hingegen keine sichtbaren Merkmale auf.<\/p>\n\n\n\n

Wegerecht. Duldung durch den Eigent\u00fcmer.<\/u><\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Nach spanischem Recht besteht ein Wegerecht nur, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erf\u00fcllt ist:<\/p>\n\n\n\n

.- Es wurde durch eine notarielle Urkunde bestellt.<\/p>\n\n\n\n

.- Der Eigent\u00fcmer des dienenden Grundst\u00fccks hat es ausdr\u00fccklich anerkannt (Art. 540 C\u00f3digo Civil).<\/p>\n\n\n\n

.- Es wurde durch ein Gericht rechtskr\u00e4ftig festgestellt<\/a>.<\/p>\n\n\n\n

.- Das Grundst\u00fcck verf\u00fcgt \u00fcber keinen Zugang zu einem \u00f6ffentlichen Weg, sodass ein gesetzliches Wegerecht entsteht (Art. 564\u2013570 C\u00f3digo Civil).<\/p>\n\n\n\n

Begr\u00fcndet der blo\u00dfe Zeitablauf ein Recht?<\/u><\/strong><\/h2>\n\n\n\n

Viele Eigent\u00fcmer fragen sich, ob die Nutzung eines Weges \u00fcber 20, 30 oder mehr Jahre ein Wegerecht begr\u00fcnden oder festigen kann. F\u00fcr die Beantwortung dieser Frage ist eine wichtige Unterscheidung entscheidend.<\/p>\n\n\n\n